Archiv für den Monat: Juni 2015

Schulfest

Kurzer Bericht vom Schulfest der Erich Kästner Schule Zossen

Es stand unter dem Motto „Tatü Tata“ … In der Turnhalle sangen und spielten Kinder von Polizei und Feuerwehr, Unfällen, Bränden, Raub und Überfall. Im Ernst. Man verstand wegen der schlechten Akustik zwar nichts, aber egal.
Um in die Schulturnhalle hineinzukommen, mussten Eltern allerdings 2 Euro löhnen. Die Turnhalle war trotzdem völlig überfüllt, sodass meine Familie nach langem Anstehen (Jibts hier Appelsinen?) nur Stehplätze bekam.
Danach war auf dem Schulhof unorganisiertes, aber nichtsdestotrotz quirliges Remmidemmi. Polizeiauto und Freiwillige Feuerwehr inbegriffen. Kinder hatten eine Essensmarke, für die sie eine Bratwurst bekamen. Ansonsten kostete die Zuckerwatte Geld, und sogar das Betreten der Hüpfburg des Autohauses Opel aus Zossen war für die Schüler kostenpflichtig. Merkwürdig. Lässt sich das Autohaus etwa dafür bezahlen, dass es seine Werbeträger aufstellt?
Von der Bratwurst hatten meine Frau und ich dann Magenprobleme, aber wer wird schon kleinlich sein?
Vielleicht bin ich kleinlich, doch die Abzocke ging mir gegen den Strich. Wer stellt denn auf einem Schulfest für die Schüler eine Hüpfburg hin und erwartet, dass die für die Benutzung 0,50 Euro zahlen? Ich fand das einfach widerlich.

 

Monster Hunter International

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Larry Correia:
Monster Hunter International
(Baen Books 2009)

Eine gute Nachricht vorneweg: Bastei Lübbe hat die Reihe auch auf Deutsch im Programm. Zwar unter dem Titel „Die Monster, die ich rief“, was ein wenig sehr nach Goethe klingt, aber das macht ja nichts.
MHI ist der Auftakt zu einer Reihe knallharter Monster-Action-Romane und gleichzeitig die Bezeichnung einer privaten Truppe von Monsterjägern. Ja, ähnlich den Ghostbusters, nur nicht so lustig. Im Gegenteil, hier geht es ständig um Leben und Tod. Da die staatlichen, dem FBI angegliederten Monsterjäger der Plage wohl nicht Herr werden, müssen sie doch einen beachtlichen Teil ihrer Energie darauf richten, das Geheimnis vor der Bevölkerung zu wahren, gibt es noch die Profis, die aus einem besonderen staatlichen Fonds bezahlt werden, wann immer sie ein Monster zur Strecke bringen. Denn es gibt sie alle: Vampire, Werwölfe, Orks, Elfen usw. Und die Regierung will nicht, dass der Rest der Öffentlichkeit davon etwas erfährt. So liegen die Leute des MHI fortwährend im Clinch mit dem FBI. Zwar ist ihre Tätigkeit – im Moment – legal, aber von den Federales gar nicht gern gesehen.
Der Buchhalter Owen wollte eigentlich einen möglichst langweiligen Job, nachdem er keine Lust mehr auf illegale Straßenkämpfe hatte. Was kann er dafür, dass sich sein Boss als Werwolf entpuppt? Nach einem heftigen Kampf im Büro wirft er ihn aus dem Fenster des 14. Stocks, was wohl nicht mal ein Werwolf verkraftet. Im Krankenhaus taucht dann erst das FBI auf, das ihm eine Silberkugel verspricht, sollte er von seinen Wunden verdächtig schnell genesen, dann ein Vertreter des MHI, der ihm einen Job anbietet.
Und so kommt Owen zu den Monsterjägern, wo er sich in die Enkelin des Gründers verliebt und nach und nach feststellen muss, dass auch er selbst nicht ganz das ist, was er von sich dachte. Ach ja, als er nach dem ersten Kampf für einige Augenblicke klinisch tot war, nistete sich ein Geist in seinem Kopf ein, der sich später als ganz nützlich erweist.
Der Autor ist Waffennarr und hat etwas für Splattermovies übrig. Das merkt man schnell, denn die Monsterjäger müssen von einem Gefecht zum nächsten hetzen. Nicht weniger als der Weltuntergang steht bevor, den ein gewisser „Verfluchter“ mit sieben Meistervampiren als Helfern einläuten möchte. Was dann aufgefahren wird, bedient sich aus allen Kisten der Monstergeschichte, auch cthulhuide Alte tauchen schleimtriefend auf.
Im ersten Teil der Serie geht es schon richtig zur Sache, sie scheint etwas für alle Leser zu sein, die statt Tiefgang lieber Kugelhagel mögen. Dabei kommt auch ordentlich Spannung auf. Natürlich sind real existierende Vampire, Werwölfe & Co. nichts Neues, aber das wollte der Autor sicher auch nicht schreiben. Unterhaltsame Entspannungslektüre …