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Science Fiction Autor Wilko Müller

Monat: November 2019

BuchBerlin

6. BuchBerlin am 23. und 24.11.19

Es ist nach Angaben der Veranstalter die drittgrößte Buchmesse in Deutschland. Der Abstand zu den beiden anderen ist allerdings recht groß. Zwei Säle im Mercure Hotel in Moabit reichten. Es wirkte voll, doch bei genauerem Hinsehen trugen die meisten Ausstellerschildchen um den Hals. Leider kaufen Aussteller kaum von anderen ihrer Art. Denn eigentlich sollte es eine Verkaufsveranstaltung sein, untermalt von Lesungen – weitgehend Selfpublisher. Aber wenn man solch ein Ereignis großspurig „Messe“ nennt, geht das etwas unter. Warum nicht wenigstens Verkaufsmesse? Buchbasar muss es ja nicht gleich heißen. So blieben die Verkäufe sehr hinter den Erwartungen zurück und die Teilnahme wurde ein großes finanzielles Minus.

Gefühlt über die Hälfte der gezeigten Bücher war Fantasy. Wahrscheinlich war unser Stand neben einem anderen und einigen Einzelbüchern der einzige, der fast nur Science Fiction anbot. Das phantastische Übergewicht ist nur scheinbar positiv. Die meisten Bücher waren wohl phantastisch verbrämte Schmachtfetzen. Ich glaube, sie nennen es Romantasy oder so. Überwiegend Frauen verfassen solche, natürlich unter teils merkwürdigen Pseudonymen, und überwiegend Frauen scheinen sie auch zu lesen.

Bernhard Hennen, der „Schirmherrr“ der Veranstaltung, und Robert Corvus stachen da mit ihrer Heroic Fantasy etwas heraus, aber das soll man ja von den Stargästen erwarten können. Am Stand schräg gegenüber war jedenfalls immer was los. PS: Was macht ein Schirmherr eigentlich?

Für uns war es die zweite Teilnahme an der BuchBerlin. Sie hat sich nicht gelohnt und daher werden wir es uns im nächsten Jahr lange überlegen, ob wir noch einmal Geld und Zeit opfern wollen, um zwei Tage in einer schlecht belüfteten Halle voller Lärm zu sitzen und überteuertes schlechtes Essen vom Catering des Hotels zu knabbern.

Pentacon 2019

Warum ich nicht in Dresden gelesen habe

Nachdem ich bereits beim letzten Pentacon mit den Möglichkeiten, Bücher zu präsentieren, unzufrieden war, wollte ich eigentlich nicht mehr zum diesjährigen SF- Con nach Dresden fahren. Doch der Veranstalter, Ralf P. Krämer, versprach mir, dass der Büchertisch des Verlages diesmal nicht in der hintersten Ecke stehen müsste. Ich stimmte also zu und buchte ein Hotel in der Nähe. Woran ich hätte denken sollen: Derselbe Herr hatte mich schon einmal, nämlich beim letzten Lomnitzcon, übelst behandelt. Damals brachte er den Wirt dazu, unser gebuchtes Zimmer zu stornieren, damit er dort einen anderen Gast unterbringen konnte, der ihm offensichtlich wichtiger war.
Diesmal war sein Versprechen nichts wert. Als wir Samstag am Morgen ankamen, um unseren Büchertisch aufzubauen, standen wir vor der Wahl entweder im Raum für die Veranstaltungen, wo wir nur in den Pausen hätten verkaufen können, oder in einer Rumpelkammer auf einen winzigen Tischchen in der Dreckecke.
Ich entschied mich, gar keinen Tisch aufzubauen. Die Lesung wollte ich anfangs noch durchführen – übrigens ganz selbstverständlich kostenlos – doch dann begann Herr Krämer unsachlich zu werden und herumzuschreien. Merke: Wer etwas verbockt, gibt anderen die Schuld.
Daraufhin reisten wir ab.
Cons sind für unseren kleinen Verlag eine der wenigen Möglichkeiten, unsere Bücher an den Leser zu bringen. Trotzdem werden wir das in Dresden nie wieder tun.
Warum der Veranstalter sich so verhalten hat, ist uns ein Rätsel. Kein Wort der Entschuldigung, nur ein unsachliches Argument in der Art, es würde sich nicht alles nur um uns drehen. Das habe ich auch nicht erwartet, aber dass man Vereinbarungen einhält oder bei objektiver Unmöglichkeit vorher Bescheid sagt.
Der ganze Spaß hat uns die Reisekosten, Hotelkosten und Kosten für eine Katzenpension beschert. Alles zusammen ca. 250 €.

Wieder ein Blog

Das habe ich ja schon öfter gemacht: gebloggt. Was für ein lustiges neues Wort. Meine bisherigen Meinungsäußerungen haben dabei nicht viele interessiert, glaube ich. Aber ich schreibe eben gerne was auf. Schreibe es mir von der nicht vorhandenen Seele. Im Moment versuche ich erst einmal, diese Webseite zum Laufen zu bringen. Später werde ich vielleicht wirklich etwas schreiben, das Sinn ergibt. Das Theme der Seite heißt Hemingway. Um Gottes willen! Echt jetzt? Habe ich kein anderes gefunden? Ein unbekannter kleiner Science Fiction Autor schreibt einen Blog auf Hemingway von WordPress?

Ob es diesmal etwas wird, ich es länger durchhalte als bei meinen früheren Versuchen? Wird man sehen.

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