Warum ich nicht in Dresden gelesen habe

Nachdem ich bereits beim letzten Pentacon mit den Möglichkeiten, Bücher zu präsentieren, unzufrieden war, wollte ich eigentlich nicht mehr zum diesjährigen SF- Con nach Dresden fahren. Doch der Veranstalter, Ralf P. Krämer, versprach mir, dass der Büchertisch des Verlages diesmal nicht in der hintersten Ecke stehen müsste. Ich stimmte also zu und buchte ein Hotel in der Nähe. Woran ich hätte denken sollen: Derselbe Herr hatte mich schon einmal, nämlich beim letzten Lomnitzcon, übelst behandelt. Damals brachte er den Wirt dazu, unser gebuchtes Zimmer zu stornieren, damit er dort einen anderen Gast unterbringen konnte, der ihm offensichtlich wichtiger war.
Diesmal war sein Versprechen nichts wert. Als wir Samstag am Morgen ankamen, um unseren Büchertisch aufzubauen, standen wir vor der Wahl entweder im Raum für die Veranstaltungen, wo wir nur in den Pausen hätten verkaufen können, oder in einer Rumpelkammer auf einen winzigen Tischchen in der Dreckecke.
Ich entschied mich, gar keinen Tisch aufzubauen. Die Lesung wollte ich anfangs noch durchführen – übrigens ganz selbstverständlich kostenlos – doch dann begann Herr Krämer unsachlich zu werden und herumzuschreien. Merke: Wer etwas verbockt, gibt anderen die Schuld.
Daraufhin reisten wir ab.
Cons sind für unseren kleinen Verlag eine der wenigen Möglichkeiten, unsere Bücher an den Leser zu bringen. Trotzdem werden wir das in Dresden nie wieder tun.
Warum der Veranstalter sich so verhalten hat, ist uns ein Rätsel. Kein Wort der Entschuldigung, nur ein unsachliches Argument in der Art, es würde sich nicht alles nur um uns drehen. Das habe ich auch nicht erwartet, aber dass man Vereinbarungen einhält oder bei objektiver Unmöglichkeit vorher Bescheid sagt.
Der ganze Spaß hat uns die Reisekosten, Hotelkosten und Kosten für eine Katzenpension beschert. Alles zusammen ca. 250 €.